Radeln und Joggen mit dem Hund

Verschlagen und geschunden kamst du zu uns. Dein Herz pochte wie wild, meines auch. Heute pochen unsere Herzen immer noch, aber aus Freude! Diese Freude zu erklären, ist mehr als schwierig. Tägliche Freude, die du uns allen gibst Tag für Tag, Jahr für Jahr ist es eine Ehre, einen solchen Freund an der Seite haben zu dürfen.

Umso mehr tut es weh, wenn man sieht, was für Menschen Tiere halten, die sie nicht schätzen und schon gar nicht verstehen. Darum wohl auch der Name: Hundehalter - ein Mensch, der den Hund davon (ab)hält, ein wirklicher Hund und Freund zu sein. Unsere Freundschaft braucht keine Erklärung, keine Definition. Sie ist hier und somit ist sie gut. Denn nur der, der den Hund als Freund annimmt und ihn auch als solchen behandelt, weiß, was es heißt, einen "Freund auf vier Pfoten" zu haben. Nein, ich rede nicht von der Vermenschlichung eines Tieres! Das pure Gegenteil ist doch wichtig und wohl auch richtig. Den Hund eben Hund sein zu lassen! Erst dann erkennt der Mensch die wirklichen Qualitäten dieser einzigartigen Freundschaft. Eine Freundschaft ohne Worte, eine Freundschaft von Herzen!

Stefan Wittlin

Joggen mit dem Hund

Bei Bedarf möchte ich gerne eine kleine Jogging-Gruppe einrichten. So halten wir uns und den Hun fit. Bitte rufen Sie mich an!

Radeln mit dem Hund

Es ist umweltfreundlich, macht gute Laune und stramme Waden. Hundehalter wollen auch nicht darauf verzichten.
 
Aber bevor wir mit dem Training beginnen gibt es einige Dinge zu beachten:

Ans Rad dürfen nur gesunde, ausgewachsene Hunde

Ist Ihr Vierbeiner schon älter oder leidet unter Krankheiten des Bewegungsapparates wie Arthrose oder HD, werden Sie sich damit begnügen müssen, das Fahrrad zu schieben. Für die Radtour zu Zweit dürfen nur Hunde trainiert werden, die körperlich wirklich gesund sind; sonst können irreparable Gesundheitsschäden die Folge sein. Lassen Sie deshalb vorher Ihren Hund beim Tierarzt untersuchen.

Auch für Hunde, die noch im Wachstum sind, bleibt das Rad im Schuppen. Frühestens mit anderthalb bis zwei Jahren dürfen die beiden miteinander ausgehen. An seinen Anblick und die typischen Geräusche, die so ein Fahrrad von sich gibt, dürfen Sie aber natürlich schon Ihren Welpen gewöhnen.

Radel-Tempo dem Hund anpassen

Grundsätzlich kann jeder gesunde, ausgewachsene Hund am Fahrrad mitlaufen – das ist nur eine Frage des Trainings und der gegenseitigen Rücksichtnahme. Der Radler sollte immer sein Tempo dem seines Hundes anpassen. Wer mit einem Dackel radeln mag, darf  nur kurze Strecken und  Schritttempo radeln. Wenn Sie einen Herdenschutzhund haben, könnte es sein, dass Sie dasselbe Tempo nehmen müssen, wie der Dackelbesitzer – denn Herdenschutzhunde sin meist gemütlicherer Natur.

Was für ein Bewegungstyp ist Ihr Hund

Bevor Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie Ihren Hund einmal in der Bewegung beobachten. Was ist sein bevorzugtes Tempo? Bummelt er an der Leine eher hinter Ihnen her, oder hätte er es gerne etwas zügiger? Sprintet er beim Freilauf eher oder zottelt er in gleichmäßiger Geschwindigkeit entlang?

Die Vorlieben eines Hundes sind individuell, können aber auch rassebedingt sein. Fast alle Hütehunderassen bevorzugen zum Beispiel einen kräftesparenden, schnellen Trab, den sie über lange Strecken durchhalten. Als Radbegleiter sind sie damit prima geeignet. Jagdhunde dagegen schlendern entweder gemütlich vor sich hin, oder starten direkt durch. Eine mittlere Geschwindigkeit zu halten, fällt ihnen meist schwer. Schlittenhunde wiederum neigen dazu, über längere Strecken Gas zu geben und dabei auch durchaus in Kauf zu nehmen, dass sie etwas hinter sich herziehen.

Ausgedehnte Radtouren - nicht mit schweren oder kurzbeinigen Hunde

Am angenehmsten ist den meisten Hunden eine mittlere Geschwindigkeit, die dem lockeren Wolfstrab entspricht – Ausnahmen bestätigen allerdings die Regeln. Am Rad laufen macht den meisten Hunden Spaß,  baut die Muskulatur auf und ist gesundheitsfördernd. Manche Hunde brauchen es richtiggehend, sich neben dem Fahrrad auspowern zu können. Eine ausgedehnte Radtour sollten Sie aber nur mit Hunden unternehmen, deren Beine nicht zu kurz sind und die nicht zu schwer sind. Akzeptieren Sie es aber auch, wenn Ihr Hund das Rad nicht begleiten mag.

Vierbeiner am Fahrrad brauchen gute Kondition und Erziehung

Wir beginnen entweder mit Joggen oder direkt mit kleinsten Strecken am Rad, denn eine gute Kondition muss erst aufgebaut werden.

Auch eine gewisse Grunderziehung muss gegeben sein, denn ein ewiger Leinenzieher hat am Rad nichts verloren.

Der Hund sollte an lockerer Leine und sicher Bei Fuß gehen können

Was sollte der Hund dafür können: In jeder Situation an lockerer Leine gehen , angekündigte Richtungswechsel einhalten, auch bei großer Ablenkung darf die Leine sich nicht straffen. Wir benötigen ein gute Bindung und der Hund muss wirklich auf Sie achten.

Da der Hund auf der rechten Seite am Fahrrad läuft, ist ein Bei Fuß gehen auch auf dieser Seite zu trainieren, dafür nehmen wir ein anderes Kommando und Sichtzeichen, damit der Hund sofort weiß, was wir von ihm wollen.

Brustgeschirr oder Halsband 

Als Ausrüstung für den Radler-Hund empfiehlt sich ein Halsband, das sich nicht zuziehen kann. Abstandhalter, die in der Mitte des Fahrrads angebracht werden, sind sinnvoll. So kann der Hund nicht vor oder hinter das Fahrrad laufen, sondern bleibt auf einer Höhe mit dem Radfahrer. Manche Abstandhalter haben dazu noch eine Federung, die ruckartige Bewegungen des Hundes abfängt.

Bitte niemals die Leine um die Hand wickeln oder in die Schlaufe fassen. Sie muss jederzeit schnell losgelassen werden können.

Zunächst Trockenübungen - Fahrrad schieben

Ihre Ausgangsposition: Rechts von Ihnen das Fahrrad, rechts vom Fahrrad Ihr Hund, der sich schon ein wenig ausgetobt und  gelöst hat und nun brav an einer Ein-Meter-Leine sitzt und darauf wartet, was es Spannendes gibt. Auf Ihr Kommando setzen alle drei – Sie, das Rad und der Hund – sich in Bewegung. Schieben Sie das Rad, bauen Sie Richtungswechsel und Kurven ein, variieren das Tempo ein wenig. Die Aufgabe Ihres Hundes ist, immer auf derselben Höhe zu bleiben, nämlich auf Höhe des Sattels. Wenn Sie anhalten, sollte Ihr Hund sich hinsetzen und brav abwarten. Erst wenn diese Übung sitzt, sollten Sie in die Pedale treten.

 Erst fit werden – dann auf die Straße

Für die ersten Versuche mit dem fahrenden Rad wählen wir einen ruhigen Spazierweg oder Feldweg ohne Verkehr und viele Menschen. Wir wiederholen die erste Übung, nur dass Sie nun im Sattel sitzen. Wir trainieren auch Ausweichmanöver, damit Ihr Hund lernt, dass Sie bei entgegenkommenden Passanten einen Bogen fahren werden und er zu Ihnen aufschließen soll.

Es kann ratsam sein, den Hund auf die Fahrradklingel zu konditionieren: Ertönt diese, soll er nah am Fahrrad laufen, ganz gleich, ob er vorher angeleint war oder frei laufen durfte. Erst wenn Sie feststellen dass Ihr Hund bereitwillig auch unter Ablenkung am Fahrrad läuft, dürfen Sie auf die Strasse.

Hund an motorisierten Fahrzeugen ist verboten!
Einen Hund zu überfordern ist tierschutzwidrig!
Bei Hitze oder Schwüle besser kein Fahrrad-Laufen mit Hund
Hundepfoten schonen - geeigneten Untergrund wählen

Weite Strecken nur über Teer oder Asphalt sind für den Bewegungsapparat und die Pfoten nicht gut. Ggfs. gibt es gute Hundeschuhe im Handel, die schützen auch vor spitzen Steinen oder Glassplittern.

Ich werde mich bemühen, Wege mit weichen Untergründen auszusuchen!

Dichter Straßenverkehr: Risiken für Hund und Halter

Auch dichten Straßenverkehr werden wir meiden. Er ist für Radfahrer und Hund gleichermaßen anstrengend und birgt die größten Unfallrisiken.  Im Extremfall kann sich der Hund, der nun mal die Luft aus tieferen Regionen atmet als wir, sogar eine Abgasvergiftung einfangen.

Viele kleine Pausen sind wichtig, zum Schnüffeln und sich lösen
Hunde-Wasser sollte immer mit dabei sein
Ein Erste-Hilfe Kasten wird am besten auch gleich mit eingepackt 

Hunde-Anhänger für Mammuttouren

Besonders leidenschaftliche Radwanderer mit einer Vorliebe für Mammuttouren sollten sich über die Anschaffung eines Fahrrad-Anhängers für ihren Vierbeiner Gedanken machen. So kann der Hund immer mit dabei sein, aber zwischendurch auch mal pausieren und bequem chauffiert werden. Auch für größere, ältere Hunde ist das eine Möglichkeit, nicht Zuhause bleiben zu müssen. Achten Sie aber bei der Anschaffung darauf, ein sicheres Modell zu wählen, das nicht schnell umkippt. Mit Anhänger solltet Ihr stark befahrene Straßen besonders meiden.

Fahrradkörbe für kleine Hunde

Sehr  kleine Hunde können im Fahrradkorb transportiert werden. Es gibt sie mit Gitteraufsatz, damit der Hund nicht auf die Idee kommt, zwischendurch aus dem Korb zu hüpfen. Auch im Falle eines Sturzes wird der Hund so schnell nicht aus dem Korb kommen – was, je nach Situation - ein Vor- oder Nachteil sein kann.  Wer einen sehr leichten Hund hat und ihn lieber in seinem Blickfeld haben möchte, kann den Fahrradkorb auch an der Lenkstange anbringen. Natürlich sollte auch das Mitfahren im Fahrradkörbchen (und – Anhänger) vorher trainiert werden. Die meisten Kleinhunde genießen aber die ungewohnte Aussicht und lieben es, mit dabei zu sein.